Teilnehmer des ersten Ehrenfelder Ernährungsgipfels fordern neues Wochenmarktkonzept

Auf dem ersten Ehrenfelder Ernährungsgipfel am 21. Mai 2015 haben UrbanGrün und weitere 34 VertreterInnen lokaler Gastronomie, Bildungseinrichtungen, Bauernhöfe und anderer Branchen gemeinsam Schritte zur Stärkung regionaler, gesunder und bio-fairer Ernährung diskutiert und erste Projektideen ausformuliert.

Großes Interesse gab es bei den TeilnehmerInnen insbesondere dabei, den Dienstag-Markt auf dem Neptunplatz neu zu gestalten. Wegen des geringen Zuspruchs von Anbietern und Kunden steht dieser derzeit beim Marktamt der Stadt Köln zur Disposition, wie der Leiter der Marktverwaltung, Reiner Ströbelt, berichtete. Die Teilnehmer konnten sich vorstellen, den Markt mit mehr regionalen Anbietern, an aktuelle Einkaufsgewohnheiten angepasste Öffnungszeiten und kulturellen Zusatzangeboten vor der Schließung retten und wieder zu einem Ort der Begegnung machen.

Aktivitäten sind auch im Bildungsbereich angedacht. So soll eine Projektschule für eine “GemüseAckerdemie” gefunden werden, bei der Schüler eigenes Gemüse ziehen und vermarkten. “Die Schüler pflanzen, pflegen, ernten und vermarkten ihr Gemüse selbst, zum Beispiel an Verwandte. Dabei entsteht eine ganz neue Wertschätzung für Lebensmittel. Und oft erschrecken sich die Schüler darüber, wie günstig Lebensmittel im Supermarkt sind”, erläutert Ulrike Päffgen von Ackerdemia e.V..

Die Aktionsideen des Gipfels werden in den nächsten Wochen auf Arbeitstreffen von den TeilnehmerInnen ausgearbeitet. Die ersten Ergebnisse sollen auf einem Folgegipfel im Herbst 2015 präsentiert und weiterentwickelt werden. Eine enge Kooperation wird auch mit dem “Kölner Ernährungsrat” gesucht, der von „Taste of Heimat e.V.“ initiiert und getragen wird. Der Ernährungsrat verfolgt auf städtischer Ebene ähnliche Ziele und hat bereits gute Kontakte zu den Stadtverwaltungen Kölns und der umliegenden Städte etabliert.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.