Die Bienen im Winter

Nachdem im Oktober der Brutvorgang der Bienen abgeschlossen ist, beginnt der erste eigentliche Wintermonat mit nur wenigen Flugtagen mit dem November. Der Imker ist nun bemüht, jede Störung vom Bienenstand fernzuhalten. Bei einer Außentemperatur von 12 °C hört der Flug auf, wenn die Temperatur weiter auf 10 – 6 °C sinkt, schließen sich die Bienen zu einem kugelförmigen Wintersitz, der sog. Wintertraube, zusammen. Diese Wintertraube ist allseitig von leeren Zellen umschlossen und hat lediglich an den Randbereichen Anschluß an die Futtervorräte. Die Bienen verteilen sich in ihrem Wintersitz sehr unterschiedlich – im Außenbereich drängen sie sich dichter als im lockeren Innenbereich, in dem sich auch die Weisel (Bienenkönigin) aufhält.

Sollte die Temperatur im Inneren auf unter 14 °C sinken, heizen die Bienen durch ständige Bewegung die Temperatur bis auf 25 – 30 °C auf. Die Temperatur in den Randbereichen darf nicht unter 7 – 8 °C absinken – Bienen die längere Zeit dieser Temperatur ausgesetzt sind, sterben. Um dies in zu vermeiden, findet ständig eine systematische Umschichtung von außen nach innen ab.

Steigt die Temperatur wieder über 6 – 10 °C wird die Wintertraube aufgelöst, es findet dann meist ein Reinigungsausflug statt. Hierbei werden die im Darm der Biene angesammelten Verdauungsrückstände ausgeschieden. Während der Zeit im Winter sammelt sich desweiteren meist sog. Wintergemüll an. Es besteht hauptsächlich aus toten Bienen, abgeschroteten Wachsdeckeln sowie Zuckerkristallen. Diese sammeln sich auf der Bodeneinlage der Bienenbeute – der Imker wird sie am Ende des Winters entfernen und überprüfen, denn an ihr lassen sich u.a. Anzeichen von Bienenkrankheiten erkennen.

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