Ausflugtipp #3 – Unterwegs auf dem ältesten Friedhof von Bonn

Der Alte Kessenicher Friedhof ist der älteste Friedhof im heutigen Stadtgebiet Bonn und steht wegen seiner historischen Bedeutung unter Denkmalschutz.

Er befindet sich am Rosenburgweg auf einem Hanggelände unterhalb der Rosenburg. Der Eingang liegt gegenüber dem Kriegerdenkmal in der Nikolausstraße. Von dort aus gelangt man zunächst zur  Kapelle „Alt St. Nikolaus“ mit ihrem komplett mit Schiefer bedeckten Turm. Geht man an  ihrer rechten Seite vorbei, hat man von dort oben einen schönen Ausblick auf Kessenich und das Siebengebirge. Im Vordergrund blickt man auf die Kapelle des alten Klösterchens mit ihrem reich verzierten Glockentürmchen.

Auf steilen Wegen und unter alten Bäumen gelangt man zu den Gräbern. Auf dem 1827 angelegten und 1874 erweiterten Friedhof werden bis zum heutigen Tage Tote in Erdgräbern bestattet, obwohl bereits 1893 dieser Friedhof nach der Einrichtung des neuen Bergfriedhofs am Ende von der Gregor-Mendel-Straße und Am Buchenhang geschlossen wurde. Die Kreuze und Grabmähler sind zum Teil stark verwittert und einige schon über 300 Jahre alt. 1981 wurden von der Stadt Bonn einige Steinkreuze restauriert und der Friedhof als Baudenkmal unter Denkmalschutz gestellt.

Auffällig ist die Grabstätte der Familie Klemmer, sie erinnert an eine Art kleine romanische Kapelle. Im Inneren befindet sich ein kleiner Tischaltar, auf ihm ein  holzgeschnitztes Standkreuz mit Christusfigur. An den Wänden hängen Gedenktafeln aus weißem Marmor. Am oberen Ende des Friedhofgeländes gelangt man an ein Eisentor, wodurch man nach einigen Schritten unterhalb der Rosenburg das Kessenicher – Plateau erreicht.

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